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Die Kirche St. Thomas Morus,

 in Karlsruhe, Oberreut

Anliegen

Dieser neuzeitliche Kirchenbau strebt nach Offenheit. Unter einem ökumenischen Dach befinden sich der katholische und der evangelische Kirchenraum in einem spiegelbildlichen Gegenüber. Mit dem gemeinsamen Vorraum können die beiden Räume zu einem großen vereint werden.

Die beiden Fenster rechts und links vom Altar des katholischen Raumes sind aus einfachem Fensterglas, einer architektonischen Offenheit. Tatsächlich erweist sich dieser Ausblick oft auch als ein störender Faktor. Er erschwerte die liturgische Konzentration. Die Gemeinde plant Farbfenster.

Gesucht ist eine neue konzentrierte Raumordnung. Zu beachten ist dabei der Kirchenpatron Thomas Morus, der bislang sehr provisorisch als Poster an die Wand geheftet ist. Auf der gegenüberliegenden Seite wirken Maria, ein kleines Erzengelbild und ein weiteres Kreuz recht verloren.

AltarwandThomasMorus

Aufgabenstellung

Es werden Entwürfe gesucht, die den Raum auch thematisch zusammenführen.

Einzureichen sind eine Darstellung der bloßen Fensterwand und eine Skizze der Umgebung - als Bilddatei, einzureichen unter Benedikt.Forster@t-online.de.

Die Einreichungen werden im Gebäude vorgestellt.

Eine Einreichung wird prämiert ( 1000.- ) und inszeniert; d.h. mit künstlerischen Mittel “simuliert” in der Art eines Bühnenbildes, einer Raumskizze mit einfachen künstlerischen Mitteln (Papier, Farbe, Stoff ... )

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St. Thomas Morus in Karlsruhe-Oberreut

Die Pfarrgemeinde St. Thomas Morus ist eine Neugründung vom Ende der 1960er Jahre in einem Stadtviertel, dessen Bebauung erst 1964 begonnen hat. Der Bau des Ökumenischen Gemeindezentrums stammt von 1988. Der Patron St. Thomas Morus passt zu dem Konzept bei der Vergabe der Straßennamen des Stadtteils und des Namens des dem Ökumenischen Gemeindezentrums gegenüberliegenden Jugend- und Gemeinschaftszentrums „Weiße Rose“: allesamt tragen sie Namen von Personen und Gruppen des Widerstands im Dritten Reich. Der Engländer Thomas Morus (1478-1535) bekleidete als Lordkanzler eines der höchsten Ämter im englischen Königreich. Er war humanistisch hoch gebildet, besaß Humor, ist durch sein Werk „… Utopia“ noch heute bekannt und nahm seine Hinrichtung in Kauf, als König Heinrich VIII. in einem Eid unter anderem verlangte, fremde Autoritäten, auch diejenige des Papstes, abzulehnen.

Die moderne Raumaufteilung der Kirche mit dem vorgezogenen Altar und der Reihung der Bänke rund um den Altar erzeugt eine ansprechende gemeinschaftsstiftende Situation. Allerdings ist die farbliche Gestaltung äußerst spartanisch. Der Boden ist in rötlichen Platten gehalten, Wände und Decken sind grau gestrichen. Lebendigkeit wird insbesondere durch quadratische fensterartige Löcher, Säulen mit auffällig großen Kapitellen, durch Fensterleisten und durch die Fensterfront links und rechts vom Altarraum geschaffen. Die Fensterfront bietet den Blick auf Spaziergänger und Hunde, die sich am Grünzug entlang bewegen. Diese Verbindung von Innen und Außen wird von manchem als positiv angesehen, von vielen jedoch als mangelnde Abgrenzung des Kirchenraums bzw. als ablenkend empfunden. Daher hat der (alte) Pfarrgemeinderat sich mehrfach dafür ausgesprochen, die Fenster durch künstlerisch gestalteten Fenster zu ersetzen.

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