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Bilder vom Berg

Ein Gemeinschaftsprojekt der GCK mit der Pfarrgemeinde St. Wendelin in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Feldberg und der Hochtourismus GmbH

Ikonolog wird gefördert durch die Erzbischof Herrmann Stiftung

Die Ausstellung in und um die Feldbergkirche eröffnet am 20. Juli 2014 und währt bis Mitte Oktober.

Die Kirchengemeinde bittet Künstler um Mithilfe, die Kirche zur Verklärung Christi zu einem attraktiven Ort künstlerischer Auseinandersetzung zu machen und dabei ihren Andachtsraum zu achten; und die dazu notwendige Infrastruktur zu organisieren. Die einfache und klare Bitte wird zur anspruchsvollen, künstlerischen Aufgabe; zur hochwillkommenen noch dazu. Wenn Künstler sich heute fragen, wie man gegen eine drohende, absehbare Beliebigkeit in der Kunst einsichtige Kriterien aufscheinen lassen kann, ist ein klares Gegenüber condition sine qua non, eine unabdingbare Notwendigkeit. So wird die vertrauensvolle, gemeindliche Bitte den Künstlern zum Gottesgeschenk. (Die Kirche wird gewissermassen zum Schutzraum, um heikle, künstlerische Fragestellungen bearbeiten zu können)

 

Nach der Ausstellung Ikonolog, Kunst in Kirche im letzten Jahr beteiligen sich nun auch die Gemeinde Feldberg mit der Hochtourismus GmbH an dem ambitionierten Projekt. Damit ist eine Struktur gegeben, die es ermöglicht, Kunst mit ihrem Zusammenhang zu präsentieren. (Kunsttheoretisch gesprochen: die Künstler bekommen Gelegenheit, die in l’art pour l’artigem Selbstbezug geschärften Mittel auf die Fähigkeit zu untersuchen, Bezüge (wieder-) herzustellen) Die Aufgabe hat ein Innen und ein Aussen. Der Auftrag wird zu fundamentaler, ganzheitlicher, künstlerisch/ bildhafter Aufgabe. Wie kann die Kunst eine Bildordnung vorstellen, eine Ordnung ins Bild setzen, die vielfältige und transparente Einsichten schafft bei allseitiger Offenheit? Wie zieht man eine (begrenzende) Linie, eine Definition, eine Grenzziehung, eine Ein- und Ausgrenzung ohne gegenseitige Verletzung oder Missachtung? Wie schafft man das Vertrauen in den Begegnungsraum, das fürs gegenseitige Verstehen, für eine einsehbare Sprache unabdingbar ist?

 

Die Frage betrifft zweifelsohne die Kunst genauso wie die Religion bzw. Kirche und die öffentliche Sphäre bzw. Kultur. Und die Künstler haben nun die here Aufgabe, eine solche Ordnung einsichtig ins Bild zu setzen, das Interface herzustellen, die Software zu präsentieren, wie verschiedenste Qualitäten und Wesenheiten sich zu gegenseitigem Nutzen ineinander fügen können.

 

„Ikonolog“ (von griechisch εἰκών, eikσn „Bild, Abbild“ und λόγος, logos, etwaSprache, Denken, Vernunft“) nennt sich das künstlerische Unterfangen, das Denken also mit und um Bilder, die Reflexion mit und um Kunst.

Benedikt Forster

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